Deminimis Depesche: Trans.eu, Timocom, Teleroute u.a.m.: So erhalten Sie 80% der Ausgaben für Frachtenbörsen über De-Minimis zurück

Sehr geehrte Damen und Herren,

liebe Deminimis-Interessierte,

Kritik an Frachtenbörsen ist in etwa so hilfreich wie ein Löffel bei einer Messerstecherei. Beschäftigen wir uns hier deshalb mit den De-Minimis-Fördermitteln für die Gebühren dieser Börsen.

Es ist die eine Sache, mit dem eigenen Vertrieb Industrie und Verlader als Kunden zu gewinnen und einen guten Preis auszuhandeln, der auch diese Vertriebskosten und das Risiko deckt. Oder diesen Vertriebsaufwand beispielsweise durch Spediteure tragen zu lassen und die fertige Sendung samt Preisvorschlag anzuklicken um sie später nur noch abzuholen. Die Fracht, der Preis für den Transport, selber dürfte am Anfang der Kette immer relativ gleich sein, über die Frachtenbörsen teilt sie sich nur auf mehrere handelnde Personen und Unternehmer auf. Der Frachtführer erhält nur noch den Anteil, der auf den reinen Transport entfällt.

 

Dämlich wird es erst, wenn man das vermeintlich sinnvolle Vokabular einiger Kunden übernimmt, die Tourenkalkulation (kennen Sie unser Handbuch Tourenkalkulation: Fahrzeuge in kleinen und mittleren Transportunternehmen gewinnbringend disponieren. Ab sofort! (Werbelink zu amazon)) ausblendet und sich selber eine schöne, ertragreiche Welt vorlügt:

 

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Was zum Teufel sollte denn eine sogenannte Rückladung aus Sicht eines Verladers bitteschön sein? Mag sein, daß Sie als Transportunternehmer eine Leerfahrt von A nach B vermeiden können. Dadurch verbraucht Ihr LKW nicht einen Liter weniger Diesel, die Maut wird nicht einen Cent billiger und Ihr Fahrer wird auf der sogenannten Rücktour auch nicht schlechter bezahlt. Vor allem aber: Für den Versender, der seine Ware von A nach B bringen muss, ist es die Haupttour. Völlig egal was er Ihnen bei der Preisverhandlung am Telefon erzählt. Genausogut könnten Sie ab morgen für den Versand Ihrer Frachtbriefe nur noch halbes Porto aufkleben und der Post hierzu mitteilen, daß der Postbote ohnehin morgen in der Region sei. Frachtenbörsen sind und bleiben für den Transportunternehmer sinnvoll und erfolgreich, wenn man sie nach seinen eigenen wirtschaftlichen Zielen einsetzt ohne sich in Preisspiralen zu begeben. Pauschale Kritik an den Börsen ist dagegen Quatsch.

Übrigens: Wichtige Informationen zum Förderprogramm De-Minimis 2019 des BAG finden Sie unter dem vorgenannten Link. Die aktuellen De-Minimis 2019 Termine unter dem weiteren, vorgenannten Link.

Zum Preis von 12,90 Euro je Monat und LKW bieten wir einen unabhängigen und täglich kündbaren De-Minimis Fördermittelservice an. Enthalten ist hierin die gesamte De-Minimis-Fördermittelabwicklung sowie die Abwicklung des Programms Weiterbildung und Abbiegeassistent von der Antragstellung bis zur Kontrolle der Auszahlungen auf Ihr Konto. Sie selber füllen lediglich einmalig eine Checkliste und eine auf uns lautende Vollmacht aus – um alles andere kümmern wir uns. Informieren Sie sich hier über unseren Fördermittelservice oder nehmen Sie gleich Kontakt mit uns auf indem Sie auf diese Mail antworten. Wir freue uns auf Sie!

Deminimis-2019

Kommen wir aber zum Thema De-Minimis:

Lassen sich die Gebühren für Frachtenbörsen wie beispielsweise Timocom, Teleroute, Trans.eu und natürlich auch die anderen, hier nicht genannten, über das De-Minimis Fördermittelprogramm bezuschussen?

Abgesehen von einem spannenden Geschäftsmodell bieten alle Frachtenbörsen vor allem eines: Die Vermeidung von Leerfahrten. Damit steigern die Frachtenbörsen die Effizienz der (Transport-)Unternehmen, die sie einsetzen. Und die Effizienzsteigerung ist eines der Ziele des nationalen Förderprogramms De-Minimis.

Welche Kosten bei der Nutzung einer Frachtenbörse werden über das De-Minimis Fördermittelprogramm des BAG bezuschusst?

Im Grunde hat der Gesetzgeber (mit Hilfe des BAG) hier nicht nur die üblichen Geschäftsmodelle der Frachtenbörsen unter die Lupe genommen, sondern auch alle mit der Nutzung zusätzlich notwendigen Kosten berücksichtigt. Es gibt eigentlich also keinen Aspekt, der nicht gefördert würde. Im Einzelnen führt die De-Minimis Richtlinie und das BAG folgende Kostenarten auf:

  • Kosten, die beim Einkauf in einer Frachtenbörse/Ladebörse/Transportbörse entstehen und damit Leerfahrten vermeiden sind über De-Minimis förderfähig
  • Gebühren für Transaktionen der Frachtenbörsen sind über De-Minimis förderfähig
  • monatliche Gebühren der Frachtenbörsen sind über De-Minimis förderfähig
  • die Nutzungskosten und die Wartungskosten einer EDV-gestützten Anbindung an die Frachtenbörse sind ebenfalls über das De-Minimis Programm förderfähig

(Nicht durch De-Minimis förderfähig sind natürlich die reinen Frachtkosten.)

Wie hoch ist der De-Minimis Zuschuss für Kosten von Frachtenbörsen?

Die Nettoausgaben der oben genannten Kosten werden mit 80% bezuschusst.

Werden bestehende Verträge mit Frachtenbörsen über das De-Minimis Programm bezuschusst?

Hier ist der einzige, wenn auch nicht unerhebliche Nachteil der De-Minimis Förderung von Frachtenbörsen. Gefördert werden ja immer nur De-Minimis-Maßnahmen, die in der De-Minimis Förderperiode neu durchgeführt wurden. Bei längerfristigen Verträgen, beispielsweise über die Nutzung einer Frachtenbörse, gilt das Datum des Vertragsabschlusses. Förderfähig sind also nur die Verträge mit Frachtenbörsen, die im De-Minimis Bewilligungszeitraum abgeschlossen wurden.

Gerade bei einer großen und beliebten deutschen Frachtenbörse ist die jedem Kunden zugeordnete ID eine aufsteigende Zahl. Alleine aus dieser ID sind also immer Rückschlüsse auf das Unternehmensalter möglich – oftmals natürlich von großem Vorteil, verbindet man ältere Unternehmen subjektiv in der Regel mit einer größeren Seriösität und Bonität.

Der denkbaren Möglichkeit einen bestehenden Vertrag zu kündigen, um dann einen neuen Vertrag während des aktuellen Deminimis-Bewilligungszeitraums zu schließen, steht dieser Umstand entgegen. Das Unternehmen würde auf eine alte, eingeführte ID verzichten müssen.

Im Zweifel zeigen sich die Frachtenbörsen aber durchaus gesprächsbereit und informieren durchweg gut – fragen lohnt sich also allemal. Vor allem, da ja der Zuschuss aufgrund eines langfristigen Vertrages das ganze Jahr und auch in den Folgejahren ausgezahlt wird.

Haben Sie weitere Fragen zu den Themen dieses Newsletters oder zur De-Minimis-Förderung des BAG oder unserem Fördermittelservice ab 12,90 Euro? Antworten Sie gerne und jederzeit auf diese eMail! Mehr zu unserem Dienstleistungsangebot für Ihr Unternehmen finden Sie darüber hinaus auf unserer Internetseite:
Digitalisierung in der Logistik
Transportunternehmen oder Spedition gründen
Planrechnungen und externes Controlling für Speditionen und Transportunternehmen
Restrukturierung und Sanierung von Transportunternehmen und Speditionen in der Krise
Businessplan für Transportunternehmen und Spedition

Bis dahin verbleibe ich
mit den besten Grüßen aus Köln

Ihr

Daniel M. Giel
Diplom-Kaufmann Diplom-Volkswirt
Geschäftsführer der abagonia GmbH – Die Speditionsexperten

Die Angaben der Deminimis-Depesche erfolgen nach besten Wissen und Gewissen – jedoch ohne jede Gewähr.

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